Ortsverband Pinneberg

Grußwort unserer Bürgermeisterin Frau Urte Steinberg zur Feier zum 70. Jubiläum am 10.6. auf dem Hof Wiedwisch.

Sehr geehrter Herr Thomsen,
sehr geehrter Herr Hoppe,
meine Damen und Herren vom Vorstand des Sozialverbandes,
liebe Mitglieder,

herzlichen Dank für die Einladung zu Ihrer Jubiläumsfeier 70 Jahre Sozialverband in Pinneberg, 100 Jahre Sozialverband in Deutschland. Das sind zwei großartige Zahlen – denn dahinter stehen viele, viele Schicksale, die Sie durch Ihre Arbeit, durch Beratung und Unterstützung, positiv beeinflussen konnten.

Auch aus dem Rathaus, dem ich als Bürgermeisterin vorstehe, werden täglich Bescheide versandt, die möglicherweise für einzelne Mitmenschen harte Auswirkungen haben. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch die anderer Behörden, sind gut ausgebildet, hoch motiviert und handeln nach bestem Wissen und Gewissen. Trotzdem können ggfs. Fehler passieren oder Gesetze unterschiedlich ausgelegt werden. Es ist gut, dass es mit dem Sozialverband eine Institution gibt, die die Ämter in Einzelfällen kontrollieren oder sogar korrigieren kann.

Der Ortverein Pinneberg, der heute sein siebzigstes Jubiläum feiern darf, hat jedoch, wie jeder Ortsverein des Sozialverbandes, einen anderen Schwerpunkt. Hier wird die Art der sozialen Hilfe gelebt, die sich nicht unbedingt in Euro und Cent ausrechnen lässt. Und das sieht man hier. Dieser Hof strahlt eine Gemütlichkeit aus, da geht einem das Herz auf! Finden Sie nicht? Den Hof hat Herr Thomsen richtig gut ausgesucht.

Sie organisieren Ausfahrten für Menschen, die alleine nicht mehr reisen können oder mögen. Sie veranstalten wunderbare Feiern, Vorträge und Feste. Hier wird die soziale Wärme gelebt, die wir so oft vermissen. Das sind keine Kleinigkeiten, sondern das sind die zentralen Notwendigkeiten des menschlichen Lebens: Solidarität und Teilhabe. Sie sorgen also für den Klebstoff im sozialen Miteinander.

Ohne die ehrenamtliche Mitarbeit vieler Freiwilliger wäre das alles nicht möglich. Ich danke allen Ehrenamtlichen für ihr besonderes Engagement.

Da ich hier beim Sozialverband bin, ist es vielleicht passend, einmal Rosa Luxemburg zu zitieren:

„Entfremdet und entwürdigt ist nicht nur der, der kein Brot hat, sondern auch der, der keinen Anteil an den großen Gütern der Menschheit hat.“

Sie sorgen hier vor Ort dafür, dass jede und jeder an den großen Gütern der Menschheit teilhaben kann. An Kultur und Gemeinschaft. Und dafür danke ich Ihnen sehr. Sie stehen mit Ihrem Engagement den Menschen zur Seite, die Ihre Unterstützung brauchen.

Und deshalb sage ich - auch im Namen unserer Bürgervorsteherin Frau di Racca-Boenigk und der Stadt Pinneberg herzlichen Glückwunsch zum 70. und schlicht DANKE!

Herzlichen Dank für’s Zuhören.

 

Impressionen